Geschichte

Die Gründung der Deutschen Schule geht auf die späten 1950er Jahre zurück, als die Deutschlehrerin Renate Collmann de Lembke einen zweisprachigen Kindergarten (Spanisch-Englisch) leitete. Nach dem Vorschlag von Fritz Witte (geistiger Vater der Schule) verlagerte sich die Zweisprachigkeit des Kindergartens auf die deutsche Sprache und so entstand eine Vorschule, deren Ziel es war, kulturellen Austausch, Verständnis und Freundschaft zwischen Ecuador und Deutschland zu fördern.

1959, Gründung der Schule

Nach fast zweijährigen Verhandlungen im Außenministerium, erteilten Deutschland der von Genehmigung an Herrn Fritz Witte. Dieser verstarb dieser bevor das Projekt zustande kam. Herr Claus Riemann trat an seine Stelle und setzte zusammen mit Paul Klein und Richard Zeller und der bereits einstandenen Gruppe von Deutschen und Ecuadorianern die Initiative fort.

Die offizielle Gründung erfolgte 1959 mit Hauptsitz in der Víctor Emilio Estrada Straße, im ehemaligen Einkaufszentrum Urdesa, wo sich heute die Einrichtungen von Mi Comisariato befinden.

1964, Umzug nach Ceibos

1964 erfolgte der Umzug in ein eigenes Gebäude in Los Ceibos, weit weg von der damaligen Stadt, aber mit großem Wachstumspotenzial.

Kinder unterschiedlichster Herkunft begannen ihre schulische Ausbildung basierend auf dem Spielen als Lernprinzip: Spiel als Weg zur Bildung, Singen als ergänzende und manchmal grundlegende Sprache des Lernens, didaktische Spielzeuge (die Kasperle-Marionette war der Begleiter von Generationen von Kindern) um Fähigkeiten mit den Händen und der Phantasie zu entwickeln.

Die von der Schule angebotene Bildung war immer auf die Herausforderungen der jeweiligen Zeit ausgerichtet und ihre Räumlichkeiten wurden stets an die Entwicklung der Lehrpläne angepasst.

1972, Nachmittagsschule

1972 wurde auf Anregung des damaligen Generaldirektors Dr. Ernst Seebas das Stipendienprogramm der Deutschen Humboldtschule ins Leben gerufen. Es ermöglicht Familien mit geringeren finanziellen Mitteln den Zugang zu hochwertiger Bildung für ihre Kinder. Das Programm läuft am Nachmittag und nutzt die gleichen pädagogischen Ressourcen, Methoden und Räumlichkeiten wie am Vormittag, d.h. Zugang zu Infrastruktur wie Computerlabors, Wissenschaftslabors, Schwimmbad, Sportplätze, Klassenzimmer mit Spitzentechnologie, etc.

Im Jahr 2010 erhielt die Schule die Auszeichnung „Schule mit dem größten Beitrag zur Förderung soziale Projekte“ (Revista Estudiantes 2000).

2015, Standort Samborondón

Da die Stadt sowohl im Nord als auch im Süden wächst, versuchte die Schule schon seit längerem nach der besten Möglichkeit, um beide Gebiete mit unserem pädagogischen Angebot zu bedienen.

Auf der Basis dieser Situation, wurde ein Projekt ins Leben gerufen, welches ermöglicht, dieses Ziel zu erfüllen. So haben im Mai 2015 die Türen der Zweigstelle Samborondón, in der Wohngegend Ciudad Celeste, eröffnen.

Zur Ausführung des Projekts, wurde über ein Ausschreibungsverfahren das Zeichnen des Masterplans an die Firma Perkins Eastman vergeben.  Die architektonische Gestaltung übanahm an die Architektin Virginia Schneidewind der Firma Arkitektura S.A.